Online-PR – ist nur ein Baustein im Online Marketing Mix

Der Baustein Online-PR steht für Public Relations – zu gut Deutsch Presse- und Öffentlichkeitsarbeit. Im Grunde verfolgt die Online-PR die gleichen Ziele wie klassische PR, nur mit den Mitteln der Onlinewelt.

In der Vergangenheit hat sich eine weitere Spielart der Online-PR entwickelt, deren Ziel nicht die Öffentlichkeitsarbeit oder Journalisten waren, sondern die Suchmaschinen.

Bei dieser Spielart der Online-PR ging es primär darum, in Presseportalen und -verzeichnissen Backlinks für die eigene Webseite zu generieren. Diese Maßnahme diente eigentlich mehr der OffSite Optimierung als einem PR-Ziel.

Seit 2014 hat Google jedoch mehrfach kritisch auf Backlinks aus diesem Umfeld hingewiesen. Seit 2015 verlieren Backlinks an Stellenwert, daß viele Unternehmen das Einsammeln von Backlinks einstellen. Die Unternehmen fangen sogar an ihre Backlink zu bereinigen, denn mittlerweile wertet Google unverhältnismäßig viele Backlinks als Ranking-Killer. Was sich massiv auf die OnSite – Optimierung SEO auswirken kann. Denselben Trend kann man aktuell mit Backlinks aus dem Social Media Umfeld erkennen.

Online-PR – eigentlicher Sinn und Zweck

Der ursprüngliche Sinn von Online-PR ist Journalisten, Fachjournalisten oder die Öffentlichkeit mit relevanten Informationen aus dem Unternehmens- oder Produktumfeld zu versorgen. Dabei ist der werbliche oder sogar aggressiv werbliche Schreibstil zu vermeiden. Hier wird die Betrachtung eines unabhängigen Dritten auf die Sache erwartet, um relevante Zusatzinformationen zu beschreiben.

Je nachdem, wie ein Unternehmen organisiert ist, verschwimmen die Online-PR mit dem Contentmarketing oder dem Social Media Marketing. Später in diesem Beitrag ein fiktives Beispiel, wo der Unterschied zwischen den einzelnen Online Marketing Bausteinen zu erkennen ist. Denn eine der großen Herausforderungen ist es, Journalisten mit seiner Online-PR Arbeit hinter dem Ofen hervorzulocken. Was nicht so einfach ist.

Online-PR – technische Umsetzung

Technisch kann sich Online-PR verschiedener Instrumenten bedienen. Das kann ein Newsletter Tool sein, mit dem akkreditierten Journalisten mit Informationen versorgt werden. Aber es kann auch eine einfache Facebook-Seite sein, über die das Unternehmen an die Öffentlichkeit herantritt.

Eine weitere effektive Verbreitungsmethode aus der Marketingautomatisierung sind softwaretechnische Helferlein, welche einen PR-Beitrag an mehrere Presseportale verteilt.

Konkret kann ich “Blog2Social” empfehlen, welches sich nahtlos in Wordpress einfügt. Neben der automatisierten Verbreitung der eigenen Blogbeiträge in die angeschlossenen sozialen Netzwerke hat man auch Zugang zu einem Presseverteiler. Ein kleiner Wermutstropfen bleibt, pro Pitch fallen gleich mal 29,90 EUR zu Buche, aber dafür kommt Ihr PR-Beitrag bei über 300 Portalen raus und generiert eine ganz ordentliche Reichweite.

Natürlich gibt es viele solcher SaaS im Netz zu finden. Ist nur ein Beispiel: Adenion GmbH

Online-PR Baustein Marketing Mix – Pressportale

Herausforderungen Online-PR im Unternehmen

In den meisten Unternehmen wird dieser Baustein keine führende Rolle in Online Marketing Mix einnehmen. In der Regel ist es ein begleitendes Instrument, welches den Online Marketing Mix abrundet. Der Komplexitätsgrad ist relativ überschaubar. Richtet sich Online-PR an Journalisten, so ist die große Herausforderung die Errichtung eines relevanten Presseverteiler und über die Mittel der Online Welt eine Beziehung mit Journalisten zu etablieren.

Online-PR macht sicherlich für Unternehmen Sinn, die langfristig denken und grundsätzlich über Inhalte verfügen, die bei professioneller Aufbereitung Journalisten zu Veröffentlichungen anspornen. Im Grunde kann es jede Art von Unternehmen sein, von Start-Up bis zum etablierten Großunternehmen.

Entscheidet man sich für Online-PR, so ist die professionelle Durchführung eine Herausforderung, wenn keine Vorkenntnisse aus der klassischen PR vorliegen. Wie bei anderen Online Marketing Disziplinen steckt der Teufel im Detail.

Online-PR – am fiktiven Beispiel einer Bar

Wie würde man einen Online-PR-Beitrag schreiben, um für eine normale Bar in einer Großstadt Aufmerksamkeit zu erregen, dass auch Journalisten auf das Thema anspringen.

Social-Media-Beitrag

Headline: Jeden Samstag HAWAII – Nacht

Image:

Subline: Passend gekleidet – Erster Cocktails gratis

Content: Nun ist es wieder soweit, am xx.xx.xxxx veranstalten wir unsere monatliche Hawaii – Nacht. Unsere Cocktails sind lecker, bla bla bla…

Schon mal nicht schlecht, aber wo liegt jetzt der Unterschied zwischen den 1000 anderen Bars. Ehrlich gesagt gibt es KEINEN. Eine andere Bar macht eine spanische Nacht mit Salsa Tanz. Und ob man einen Journalisten dazubekommt darüber zu berichten, ist fraglich.

Online-PR:

Headline: HIER GIBT’S WAS ZU SEHEN 

Image:

Bei uns haben Männer es nicht leicht … geliehen von derbeste.de

Subline: Ein Spaß für Frauen …

Content:  In der Regel sind Bar-Toiletten kein besonderer Ort, um Gastronomie zum Erlebnis zu machen. Hier ist das Anders, eine kleine Bar im Stadtteil …. usw.

Man könnte noch einen obendrauf setzen, in den man die Reinigung zum Thema macht und mit in das Konzept einbaut. In dem man nicht nur die 50 Cent von Männern verlangt, sondern Männer bei deren Ehre packen. etwa so:

Online-PR Baustein im Marketing Mix

Ich habe bei der Recherche dieses Blogbeitrages in meinem Bekanntenkreis gefragt, wie würde Man(n) reagieren. 90 % der befragten Männer meinten, ich würde 25 EUR hin legen, mit den Worten: “Stimmt so”

Zumindest löst solch eine Herangehensweise eine Kontroverse aus und das ist das Ziel.

Einordnung der Eigenschaften von Online-PR im Raster

Die Einordnung der Eigenschaften des Bausteins Online-PR im Online-Marketing-Mix ist nicht in Stein gemeißelt. Sie stelle lediglich die Kerneigenschaften in einem Raster. Die Kerneigenschaften sind: Komplexität, geografische Ausrichtung, Interaktion, Vergütung, Effekt (Verkauf oder Unternehmens-Marke).

Eigenschaften Online-PR im Raster

Schlussbemerkung:

Die Frage nach Sinn oder Unsinn von Online-PR sollte man erst beurteilen, wenn man ausführlich solche Beiträge in Testkampagnen getestet hat. Wichtig bei Online-PR ist das Ziel und die Planung des Weges dorthin, um mediale Aufmerksamkeit zu erlangen. Im besten Fall werden Journalisten zu Multiplikatoren im Influencer-Marketing.

Viel Erfolg!

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